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Diakoniewerk

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Diakoniewerk.

Diakoniewerk

Das „Evangelische Diakoniewerk Gallneukirchen“ ist ein innovatives Unternehmen, das in den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern im Sozial- und Gesundheitsbereich in Österreich und im internationalen Umfeld tätig ist. Es entwickelt dabei zeitgemäße Angebote für Menschen mit Behinderung, für Menschen im Alter, im Bereich Gesundheit und in der Bildung.

Neben diesen vier Kompetenzbereichen engagiert sich das Diakoniewerk in der Stadtteil- und Quartiersarbeit, der Familienberatung, der Flüchtlingsarbeit und im Bereich der Armutsmigration. Einige Betriebe sowie eine Weiterbildungsakademie, eine Musikschule und 3 Heime für Studierende ergänzen das breite Tätigkeitsfeld.

Das Diakoniewerk schöpft aus 140 Jahren Erfahrung in der Betreuung und Begleitung von Menschen. Heute bringen sich mehr als 3 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Fachkompetenz und Erfahrung in rund 170 Einrichtungen sowie einer großen Anzahl an Zusatzangeboten ein. Freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dabei eine wertvolle Bereicherung.

Das Diakoniewerk ist Mitglied der Diakonie Österreich, einem der fünf großen Wohlfahrtsverbände in Österreich.

Mehr Informationen auf www.diakoniewerk.at

Prinzipien der Altenhilfe

  • Selbstbestimmung: Das Alter ist ein eigener Lebensabschnitt mit neuen Herausforderungen und Aufgaben. Jeder Mensch soll sein Leben möglichst selbstständig und eigenverantwortlich gestalten können.
  • Normalität: Im Laufe des Lebens entwickelt jeder Mensch seine Eigenheiten und Besonderheiten. Der eigene Lebensstil soll auch im Alter weitergeführt werden können.
  • Bedürfnisorientierung: Jeder Mensch hat seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Diese sind die Basis für unsere Betreuungs- und Pflegeangebote. Je nach persönlichem Bedarf planen wir gemeinsam, welche Hilfen notwendig sind.

Demenzkonzept

Für den Bereich der Altenhilfe wird im Diakoniewerk gerade ein Demenzkonzept erarbeitet, welches festlegt, nach welchen Prinzipien und Konzepten die MitarbeiterInnen des Diakoniewerks Menschen mit Demenz betreuen, versorgen und pflegen.

Pflegemodell

In den Altenhilfe Einrichtungen des Diakoniewerks wird nach dem Pflegemodell nach Monika Krohwinkel gearbeitet, welches sich an den existenziellen Erfahrungen des täglichen Lebens orientiert. Basierend auf Biographiearbeit, um die uns anvertrauten Menschen besser kennen zu lernen, wird eine individuelle, den Wünschen und Bedürfnissen der zu betreuenden Person angepasste Pflegeplanung erstellt.

Konzepte

Die MitarbeiterInnen des Diakoniewerks verfügen über Kenntnisse der Erkrankung und im Umgang mit Menschen mit Demenz, dies wird über die Ausbildung hinausgehende verpflichtende Schulungen im Bereich der Validation sicher gestellt. Validation (nach Naomi Feil) ist eine spezielle Technik mit Menschen mit Demenz zu kommunizieren, zu interagieren und sie zu verstehen. In Validation geschulte MitarbeiterInnen können in die Gefühls- und Erlebenswelt des Menschen mit Demenz eintauchen und diesem so auf einer Ebene begegnen. Pflege und Betreuung kann dadurch in entspannter und vertrauter Atmosphäre geschehen. Neben der Validation stehen den MitarbeiterInnen noch weiteres Wissen und andere Techniken, wie Kinästhetics oder Basale Stimulation, zur Erleichterung der täglichen Begegnung und Betreuung von Menschen mit Demenz zur Verfügung. Biografiearbeit und Bezugspflege schaffen eine vertraute Atmosphäre.

Architektur und Technik

Die Einrichtungen des Diakoniewerks sind nach neuesten, räumlich für Menschen mit Demenz ausgerichteten, Konzepten erbaut und ausgestattet. Die Hausgemeinschaften des Diakoniewerks sind durch ihre Überschaubarkeit, familienähnliche Struktur, zentrale Wohnküche und Kleinheit optimal an die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz angepasst. Weiters verfügen die Häuser über speziell angelegte Gärten, die auch Menschen mit Demenz zum Spazieren oder Garteln einladen. Die Innenausstattung ist farblich, praktisch, materialtechnisch und wohnlich den Bedürfnissen alter Menschen angepasst. Um dem Bedürfnis der Normalität gerecht zu werden, dürfen unsere BewohnerInnen ihre Zimmer mit eigenen Möbeln ausstatten. Ziel aller baulicher und technischer Ausstattungen ist es, den Menschen im Alter ein möglichst langes Leben in Selbstständigkeit und Teilhabe zu ermöglichen.