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Neues und Informatives

11.05.2018

Wir müssen Pflege und Betreuung neu denken

Generationenpolitik ist eine Querschnittsaufgabe – sie ist mehr als Sozial- und Gesundheitspolitik. Es geht genauso um Wohnen und Lebensräume, Mobilität, Bildung, Wirtschaft und (Nah-)versorgung. Ältere Menschen sind nicht nur ein Kostenfaktor, sondern wichtiger Teil der Gesellschaft. Die Überlegungen zur Zukunft der Pflege fasst die Diakonie im Papier „10 Punkte für die Zukunft des Älterwerdens“ zusammen. Es braucht Wohnräume, die Pflege alltagsnah ermöglichen und echte Wahlfreiheit für alle von Pflege Betroffenen schafft. Die zentrale Frage ist: Wie muss ein Miteinander beschaffen sein, so dass sich alle – jung bis alt – versorgt und integriert fühlen? Wohnquartiere wie die Rosa Zukunft, der Freiraum Gneisz oder die Lebenswelt Aigen in Salzburg rücken bereits das Generationen-Wohnen in den Mittelpunkt, begleitet von einer WohnkoordinatorIn, die die Entwicklung einer „lebendigen Nachbarschaft“ unterstützt.

Wohnen ist zentral - auch mit Demenz mitten im Leben
„Rücken wir das Wohnen wieder ins Zentrum, in den Alltag und überlegen wir, wie wir die Pflege und Betreuung zusätzlich organisieren“, so Daniela Palk, Expertin für Seniorenarbeit des Diakoniewerks. „Es geht um die Entwicklung von und die Arbeit in Grätzeln, Nachbarschaften oder Wohnquartieren. Vor allem auch für Menschen mit Demenz. Hier müssen sich die Rahmenbedingungen endlich so ändern, sodass Menschen mit Demenz tatsächlich die ihnen zustehende Freiheit leben können“, so Palk.

„Alte und pflegebedürftige Menschen dürfen nicht weiter buchstäblich am Rand bleiben, sie gehören in die Mitte der Gesellschaft“, so Josef Scharinger, Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks. „Deshalb müssen wir uns dringend gesellschaftspolitisch darüber unterhalten, wie wir die Gesellschaft des langen Lebens gut gestalten wollen – und wie wir ein Altern in Würde sichern“.


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